Mongolei

Ölgij

Die westlichste mongolische Stadt Ölgij zählt etwa 30.000 Einwohner.
Für die Nomaden in der Mongolei sind die Flüsse heilig, keiner würde auf die Idee kommen sein „großes oder kleines Geschäft“ ins Wasser zu lassen. Man sucht sich in der Weite der mongolischen Steppe einen dürren Strauch, eine kleine Senke oder setzt sich in die freie Landschaft, aber nie geht der Mongole ans Wasser.
Leider haben die Nomaden diese Tradition nicht mit in ihre Städte genommen. Meist sind dort gar keine Kläranlagen vorhanden oder wie hier in der Stadt Ölgij nur noch Ruinen.
Die einst von der Sowjetunion gesponserte Kläranlage ist heute ein Baudenkmal: Der Rat des Bajan Ulgij Aimaks bat die Ingenieurgesellschaft Janisch & Schulz um Lösungsvorschläge.
Es wurden verschiedene naturnahe Varianten vorgestellt. Eine Entscheidung steht noch aus.

Das Abwasser versickert ungeklärt im mongolischen Untergrund

Kläranlagenruine in der mongolischen Steppe nahe der Stadt Ölgij